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  Xenia
 
Xenia vom Dröstepaß

Am 26.07.2010 wurde unser X - Wurf geboren. Es waren drei Jungen und drei Mädchen. Leider schaffte unser Xandor den Start ins Leben nicht. Die anderen fünf waren um so lebhafter. Nach einem zögerlich verlaufenden Verkauf der Welpen hielt ich Xenia bis zum Schluss; denn für diese kleine Hündin hatten sich schon sehr viele Käufer interessiert. Aber die kleine Maus hatte mich schon längst für sich gewonnen. Nach einigen Wochen der Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten - und einem Kampf mit mir selbst - habe ich mich dann für diese kleine Hündin entschieden. Ob es richtig war? Ich weiß es nicht. Sie entwickelte sich prächtig und wurde genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte: Eine wunderschöne Hündin.

Dieses kleine Bündel entwickelte eine Energie, die mir fast den Atem nahm, obwohl wir wirklich schon einiges an Temperament bei unseren Hunden gewohnt sind. Mit acht Monaten wurde sie für die BHP-Prüfung gemeldet. Diese Rechnung hatte ich ohne den Wirt gemacht. Die ersten sieben Wochen beim Üben liefen hervorragend, aber dann! Es gesellte sich eine kleine Hündin zu uns, um auch den Gehorsam zu erlernen. Doch diese Hündin war ihr ein Dorn im Auge, sie mochte sie einfach nicht. So fing das Gezeter mit Xenia an. Sie wollte sich dieses Tier erst einmal ansehen, aber der dazu gehörige Mensch ließ es nicht zu. Das verstand Xenia gar nicht; also um es kurz zu machen, ihre Konzentration war im Eimer. Eine Woche später dann eine neue Aufgabe. Ein Mensch saß auf der Bank, und hatte sich entschlossen, mit Xenia zu schmusen. Nicht nur das, er hatte auch noch ein Leckerchen in seiner Tasche. Das war für mich natürlich das „Aus“ der BHP-Prüfung, denn sie war mit ihren Gedanken ausschließlich bei dem Leckerchen des Mannes, und nicht bei mir. Die Prüfung wurde abgesagt. Natürlich war ich nicht erfreut, man sollte das Füttern von Hunden generell auf dem Klubgelände einfach verbieten, wie es in vielen Gruppen schon üblich ist. Also kam der nächste Schritt. Die erste Anmeldung zu einer Zuchtschau, und zwar in der Gruppe Duisburg. Siehe da, diese kleine Kröte wusste auf einmal, worauf es ankam. Sie lief mit Niklas ihre Runden – und - sie lief allen davon. Den Kommentar der Richterin, dass sie eine außergewöhnlich schöne Hündin sei, und so etwas, versteht unsere Xenia im Schlaf: Köpfchen hoch, Schwanz wedelnd, ich habe es verstanden! Sie lief ihr erstes „vorzüglich“ und wurde auch noch schönster Rauhaarteckel.
 


Das war natürlich ein toller Einstand. Dann stand die Zuchtschau in Dinslaken an. Auch dort fiel es Xenia nicht schwer, sich durchzusetzen. Sie holte locker ihr zweites „vorzüglich“ - und wurde schönster Hund der Gruppe Dinslaken. Jetzt war es an der Zeit, dass sie ihre Spurlaut-Prüfung machen sollte. Sie war jetzt vierzehn Monate und sollte ihr Spurlaut/J machen. Dritter September, ein unerträglicher Tag, der uns Menschen und auch den Hunden alles abverlangte. Nicht so dem Fräulein vom Dröstepaß: ‚Ich springe und renne, was das Zeug hält, Hauptsache es wird nicht langweilig‘. Da sie noch nie etwas von Spurlaut gehört, geschweige denn geübt hat, hatte ich schon meine Bedenken. Nach drei Stunden war es dann so weit. Sie bekam ihren Hasen, sie wurde angesetzt, und dann ging die Post ab. Wir hörten sie natürlich Laut geben auf der Fährte, und sie lief und lief..... So etwa nach gefühlten drei Kilometern hat sie es dann aufgegeben und ließ sich wieder anleinen. Wolfgang war froh, dieses quirlige Etwas eingefangen zu haben. Ergebnis: Sp/Jugend 100 Punkte, erster Preis. Was für ein Teufelsweib! Alle Hunde wurden zum Auto getragen, nicht so Fräulein vom Dröstepaß. ‚Ich gehe zu Fuß, und wenn ich Lust habe, büchse ich natürlich auch noch aus‘. Meine Mittstreiter klagten über Muskelkater und Blasen an den Füßen, was sich bei mir in Grenzen hielt. Aber zuhause angekommen, Mensch war fix und fertig, Hund fröhlich und wohlauf. Nach einer langen wohltuenden Dusche wollte ich nur noch eins: Mein Buch, meine Musik und Ruhe, absolute Ruhe. Sonntag war für mich dann auch noch Ruhetag, ich verbrachte ihn mit lesen, und Musik hören. Dann kam die Vorbereitung auf die Landessieger Zuchtschau des LV - Rheinland in Zülpich. Niklas hatte mit Xenia geübt, weil er sie in Zülpich vorführen wollte; na ja, mir war es recht. Sie hört auf Niklas eh besser als auf mich. Aber da hatte auch Niklas nicht mit gerechnet. Als wir in die Halle kamen, lag dort ein ausgewachsener Golden Retriever - Pech für Niklas. Dieses kleine Ungetüm von Xenia, größenwahnsinnig wie sie ist, wollte auf dieses große Tier losgehen. Meine Güte, Niklas hatte alle Hände voll zu tun, um dieses kleine explodierende Etwas zu bändigen. Es nutzte alles nichts, sie wollte sich einfach nicht beruhigen, und wir sahen uns gezwungen, sie wieder in ihre Box zu bringen. Kurz bevor ihre Startnummer aufgerufen wurde, hatte Niklas noch ein paar Runden mit ihr gelaufen.
 
. Als wenn dieses kleine Biest wusste, was jetzt kam, war sie total aufmerksam. Denn siehe da, sie hatte den netten Richter gesehen, und den kannte sie ja noch gar nicht. Also nichts wie hin, und sich von der liebsten Seite zeigen (auf dem Rücken liegend). Dann ihr Auftritt, als hätte sie nur darauf gewartet, sich zu zeigen. Punkt um lief sie mit Niklas ihr V1. Jetzt hatte sie endlich, was sie den ganzen Morgen gewollt hatte: Aufmerksamkeit – und dann bekam sie den Titel „Landessieger Jugend“ zuerkannt, anschließend holte sie dann auch noch ihr BOB. Da war sie natürlich wieder unsere kleine Süße!. Am 09.10. soll sie in Geldern ihre Spurlaut-Prüfung machen. Mal sehen, ob es da einigermaßen normal zugeht. Wir werden dann von uns hören lassen.
 


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